Montag, 6. September 2021

Tag 34 bis 39: Wir nähern uns unserem Ziel

Heute ist Sonntag der 5. September und wir sind mehr als 5 Wochen unterwegs, haben über 1500 km erradeld und haben noch fast 200 km vor uns bis Maastricht. Das Wetter ist uns wohlgesonnen die letzten 3 Tage, wir haben fast 30 Grad am Mittag und vor allem haben wir nicht mehr den kalten Wind von vorne. Aber jetzt geht es stets weiter bergauf und bergab. Viele Steigungen ziehen sich endlos und wir haben mächtig zu kämpfen um unsere Akkus zu schonen. Und schon wieder ist jetzt eine Speiche (die 10te) gebrochen. Bekommen aber gleich Hilfe, ein Paar, das wir schon vom Campingplatz kennen, ist gerade zur Stelle, als es passiert. Er hat entsprechendes Werkzeug und entfernt die kaputte Speiche und ich kann die 20 km bis zur nächsten Stadt weiterfahren. In Neufchateau ist es dann auch ruckzuck repariert und wir können weiter.

Am Abend erreichen wir "Domremy la Puccelle" den Geburtsort von Jeanne d'Arc. Viel gibt es dort nicht zu sehen, ein Denkmal und ein kleines Museum, das aber geschlossen ist.

Der Campingplatz Municipal ist mal wieder unschlagbar billig, aber entsprechend ist auch die Ausstattung. Mit den "französischen" Toiletten kann ich mich nicht wirklich anfreunden. Wir lernen eine Frau aus der Eifel kennen, die mit Rucksack und zwei Hunden auf dem Jakobsweg ist. Immer wieder begegnen uns Menschen mit denen wir uns Gespräch kommen. Vorwiegend Holländer, die hier überall stark vertreten sind und sehr gesprächsfreudig sind.

Unser nächster Aufenthalt ist Verdun" um uns dort die historischen Stätten anzuschauen. Einige Kilometer vorher und auch nach Verdun können wir mal wieder schön am Canal entlangfahren, bevor wir weiter bis "St. Mihiel" mit vielen Steigungen zu kämpfen haben und zwischendurch wieder bei einem Hof anhalten und bitten, unsere Akku aufladen zu dürfen. Wir haben es wieder mal sehr nett getroffen, wir bekommen nicht nur Strom, sondern auch noch ein Stück Mirabellentarte serviert. Nach 72 km erreichen wir unseren Campingplatz, können sogar Tisch und Stühle organisieren, um nicht auf dem Boden zu essen. Auf den meisten Plätzen gibt es für die Zelter das leider nicht. Wir kommen wieder mit einem Franzosen ins Gespräch, der auch mit dem Rad unterwegs ist. Nachdem er gehört hat woher wir schon gekommen sind, zieht er mehrfach den Hut vor uns. Wir bekommen viel Anerkennung und die meisten Menschen sind auch sehr interessiert an unserer Aktion, wenn wir ins Gespräch kommen.

Tag 37: Es geht weiter bis "Consevoye", das schon fast in den Ardennen liegt. Ein kleiner Ort, aber mit einem herrlich direkt am Wasser der Meuse gelegenen Campingplatz. Hier teilt sich die Meuse in mehrere Wege und der Campingplatz liegt sozusagen auf einer Insel. Im einzigen Lokal am Ort gönnen wir uns mal wieder ein Abendessen, weil es keinen Laden gibt um etwas einzukaufen.

Die Nacht war jetzt nicht mehr ganz so kalt, die Tagestemperaturen sind weiter über 25 Grad, aber unsere Zelte sind morgens doch sehr nass und es dauert lange bis wir zusammenpacken und losfahren können.

Tag 38: Es geht weiter bis Doucy in den Ardennen, die Steigungen sind jetzt moderater und es ist warm.

Der Campingplatz "Du lac Doucy" ist direkt am See gelegen, aber baden darf man leider nicht. Das Wasser ist verschmutzt von den Unwettern der letzten Wochen.

Tag 39: Drei Kilometer nach Doucy geht es endlich an der Meuse entlang. Der Radweg "Lavoille Vert" ist hundert Kilometer lang bis nach Belgien. In Montherm  ist unser heutiger Campingplatz wieder direkt am Wasser der Meuse gelegen.


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