Seit heute Nacht 0:30 in der Nacht regnet es ohne Unterlass.
Gestern Abend waren wir beide zu erschöpft, um noch Bericht zu schreiben aber wir hatten einen wunderschönen Tag.
Erst ging es wieder am Canal du Midi entlang . Der Canal führt an einer Stelle durch einen Tunnel und es war sehr beeindruckend fürs uns zu sehen wie die Schiffe da hindurch fahren. Allerding war der Wegabschnitt dort "sehr steinig" und wir mussten unser Rad hoch schieben. Am späten Vormittag erreichten wir Agde. Dort legten wir den ersten Stopp ein und trafen zwei Frauen wieder, die wir schon Stunden vorher auf der Suche nach dem Weg getroffen hatten .Wir mussten eine Apotheke suchen, an meinen Waden hat sich eine unangenehme Hitzeallergie ausgebreitet. Ausgerüstet mit Tabletten und Salbe ging es weiter in Richtung Küste. In der Zwischenzeit wurde es Nachmittag und wir waren auf der Suche nach einem schattigen Platz, möglichst direkt am Wasser. Bei einer ehemaligen Filmkulisse, wie wir später erfuhren, fanden wir was wir suchten. Nach dauernden 32 Grad stürzten wir uns aber zuerst in die Fluten, bevor wir uns über Brot, Schinken, Käse und Oliven hermachten.
Wunderschön ging es an der Küste entlang, rechts und links blühten wunderschöne weiße Lilien in den Dünen. bis wir Frontignan erreichten. Im Office de Tourisme haben wir uns nach möglichen Campingplätzen erkundigt. Man war so nett, telefonisch nach Platz für uns zu fragen. Leider waren die ersten zwei übervoll, erst beim dritten hatten wir Glück. In Frankreich sind jetzt Ferien und an der Küste sind die Campingplätze so gut wie alle ausgebucht.
Gestern, in Vias, bekamen wir auch keinen Platz, aber Margreet sah ein Schild an einem Tor "Radler willkommen" und hat dort geklingelt. Ein riesiges, etwas verwahrlostes Grundstück, aber ein sehr netter Mann ließ uns herein und gab uns auch gleich Strom, zeigte uns die Dusche usw. Und für 20 Euro pro Nacht waren wir hoch auf zufrieden.
Von Fortignan bis zum Campingplatz "À la Ferme" hatten wir den tollsten aber abenteuerlichsten Weg bisher zu fahren. Zwischen Salzsalinen war der Weg gerade mal dreißig bis fünfzig Zentimeter breit und keineswegs eben. Auch hier gab es wieder steinige Stellen und ca. zweihundert Meter Holzlattenweg zu bewältigen. Hier gab es auch den ersten Sturz. Aber das schönste, was wir hier sahen und uns sehr berührt hat, waren die vielen Flamingos. Und wir haben selbst Salz "geerntet”.
Der Campingplatz "À la Ferme" ist sehr einfach, dafür wieder sehr billig und herrlich unter Pinien gelegen. Obwohl alle Plätze "mit Stromanschluss” eigentlich belegt sind, halfen gleich ein paar Camper, Strom für uns zu organisieren. So haben wir es doch wieder perfekt getroffen.

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