Seit Samstag bis gestern saßen wir nun in "Cluny" fest, es gab keine Werkstatt in der Nähe, die das Problem beheben könnte. Erst ab Dienstag sind Fahrradwerkstätten wieder geöffnet und das in Chalon, 50 km entfernt. Das Netz der Fahrradwerkstätten ist hier nicht sehr engmaschig. Mit dem eierigen Hinterrad und der Ladung war es keine Option dorthin zu radeln. An der Rezeption erfuhren wir, dass wir mitsamt Rad und Gepäck mit dem Linienbus fahren können.
Aber es war auch klar, das Gewicht auf meinem Hinterrad muss entlastet werden. So, haben wir unser beider Gepäck durchforstet um alles unwichtige wieder jemand mitzugeben. Ein holländisches Ehepaar war sofort bereit, aber die fahren erst in drei Wochen nach Hause. Ein VW Bus aus Calw kam und ich bin gleich zu den Leuten um zu fragen, ob sie etwas für mich mitnehmen würden. Sie waren nicht begeistert von dem Gedanken, haben aber dann doch eingewilligt, nach fotografieren meines Ausweises und Visitenkarte von mir. Mir fiel ein Stein vom Herzen, alles gut, dachte ich !!! Am nächsten Morgen um 7 Uhr stand er mit meiner Tasche vor dem Zelt, "tut mir leid, ich habe es mir anders überlegt". Vielleicht vermutete er Drogen in meinem Gepäck ???
Damit nicht genug. Margret hat ein neues Messer gekauft, weil unsere Messer nicht so gut Brot schneidet. Das neue schneidet sehr gut auch in meinen Daumen.... Der ist jetzt mit zwei Stichen wieder zusammengenäht.
Gestern wollten wir dann mit dem Bus nach "Chalon" damit ich mein Rad in die Werkstatt bringen kann. Der Bus kam, wir schnell unser Gepäck eingeladen, dann sagte uns die Busfahrerin, dass sie unsere E-Bikes nicht mitnimmt ??? Nun blieb nur noch Großraumtaxi anrufen, wieder eine Stunde warten, bis es endlich kam. Ein sehr netter junger Mann kam, ruckzuck war alles verladen und der brachte uns nach "Chalon" zum Campingplatz "Du Pont de Bourgogne". Wir haben nur kurz unseren Platz markiert, abgeladen und gleich weiter zur Werkstatt. Dort werden wir enttäuscht, es wird heute nicht fertig werden, zu viel Räder zu reparieren, die vor uns da waren. Mein Rad bleibt dort. Großzügiger, sehr netter Weise gaben sie mir ein nagelneues E-Rennrad als Ersatz, um zum Campingplatz zu kommen. So einen heißen Renner bin ich nie gefahren und mir war es ziemlich mulmig dabei. Sie machen mir einen Kindersattel drauf mit kürzerer Sattelstange, damit ich wenigstens mit den Füßen auf den Boden komme. Irgendwie habe ich es damit geschafft ohne Sturz zurück zum Campingplatz zu kommen. Ich kam mir vor "wie der Affe auf dem Schleifstein" und länger damit zu fahren wäre für mich absolut unvorstellbar.
Heute ist Mittwoch, es ist Nachmittag und wir warten immer noch auf den erlösenden Anruf !
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen