Unsere Tour Tag 9 beginnt sehr vielversprechend, was die Qualität des Radweges betrifft. Wir fahren auf kleinen Nebenstraßen mit wenig Verkehr und gutem Asphalt. Wir radeln km um km dahin und das bei wieder 33° im Schatten, den wir hier aber vergeblich suchen. Vorbei an großen Reis- und Hirsefeldern, aber sehr wenig Ortschaften. Nur ab und zu größere Höfe oder Güter. Wir überqueren wieder einige Kanäle u.a. den Canal du Rhone. Das heißt wir nähern uns dem Rhonetal, was unser nächstes Etappenziel ist.
Es ist bereits Nachmittag als wir "Tarascon" erreichen nach 58 km , ziemlich erschöpft von der Hitze und vor allem sehr hungrig.
Beim erreichen der Stadt macht sich ein schleifendes Geräusch an meinem Rad bemerkbar, was ich aber trotz mehrmaligem Suchen nicht orten kann. Im Tourismusbüro fragen wir nach einem Campingplatz und einer Fahrradwerkstadt. Auf dem Weg zur der Fahrradwerkstadt verliere mal wieder Margreet in den engen Gassen, weil mir ein Auto den Weg versperrt. Wir finden uns aber gleich wieder und auch die Werkstatt. Ein sehr freundlicher Mensch nimmt sich des Problems an , während wir einen Platz im Schatten suchen um endlich etwas zu essen. Es ist mittlerweile späterer Nachmittag geworden und wir hatten seit unserem Müsli heute morgen, um halb acht, nur einen Riegel zwischendurch. Wieder zurück zum Fahrradhändler, kommt schon sein Anruf mit der Hiobsbotschaft ; Speichenbruch und das gleich drei an der Zahl, was ich sicher den fürchterlichen Holperstrecken zwischendurch zu verdanken habe. Der überaus nette Mensch bemüht fast zwei Stunden ,ohne Erfolg, um Ersatz aufzutreiben. Meine Speichen haben eine besondere Größe , da im Hinterrad der Motor eingebaut ist. Schlussendlich bleibt nur der Anruf bei meinem Fahrradhändler zuhause, den ich gerade bei einer Beerdigung störe. Aber er verspricht morgen sofort per Express Ersatz zu schicken. Mein Rad wird wieder zusammen gebaut und ohne Gepäck darf ich damit weiterfahren bis es repariert ist. Dieser nette Fahrradmensch bringt sogar mein ganzes Gepäckzum Campingplatz. Der Campingplatz "Tartarin" ist nicht weit entfernt. Wir überqueren die Rhone über zwei Brücken, in der Mitte eine lange Insel. So riesig hatte ich mir die Rhone nicht vorgestellt. Der Campingplatzliegt direkt am Ufer und wir werden wieder überaus freundlich empfangen, bekommen sogleich einen schönen Platz mit Strom und sogar einen Kühlschrank gebracht, auf unsere Frage, ob wir irgendwo unser Bier kühlen können.
Alles wunderbar und meine Stimmung ist wieder im grünen Bereich. Dienstag oder Mittwoch können wir wieder weiterfahren. Bis dahin werden wir uns "Arles" und "Nimes" anschauen und es hier gut gehen lassen. Der Pool ist 20 Meter von unseren Zelten entfernt und wir gönnen uns heute Abend ein "Boeuf Bourguignon" im Restaurant bei Lifemusik.
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